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Änderung der Gottesdienstzeiten

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Datum:
22. Sept. 2026
Von:
Maria-Theresia Fuchs

Liebe Gemeindemitglieder der Pfarrei St. Aposteln,

unsere Pfarrei lebt vom gemeinsamen Glauben – und von Ihnen, die Sie diesen Glauben mit Leben füllen. Damit wir auch in Zukunft lebendige und gut gestaltete Gottesdienste feiern können, möchten wir Ihnen einige Veränderungen vorstellen, die im Pfarrgemeinderat einstimmig beschlossen wurden und die wir zum kommenden Kirchenjahr einführen werden.

Warum verändern wir uns?

Die katholische Kirche steht – wie viele Gemeinschaften in unserer Gesellschaft – vor realen Herausforderungen. Die Zahl der Gottesdienstbesucher ist in den vergangenen Jahren spürbar zurückgegangen, und gleichzeitig stehen uns weniger hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Verfügung: Das betrifft nicht nur Priester, sondern auch Küster und Organisten. Hinzu kommt, dass es immer schwieriger wird, an jedem Ort an jedem Wochenende einen würdevoll gestalteten Gottesdienst anzubieten – personell wie finanziell.

Wir haben uns daher gemeinsam gefragt: Wie können wir unsere Kräfte bündeln, um das Gemeindeleben zu stärken – anstatt es auf viele kleine, schwach besuchte Gottesdienste zu verteilen? Die Antwort darauf ist das neue Konzept, das wir Ihnen im Folgenden vorstellen möchten.

Gottesdienste – gemeinsam stärker erleben

Künftig werden die Gottesdienste an den Wochenenden neu organisiert: Die Kirchen St. Beatus und St. Elisabeth werden jedes Wochenende Gottesdienste feiern – sie sind liturgisch besonders gut aufgestellt und bieten eine starke Grundlage für das gemeinsame Feiern, weshalb sie dafür ausgesucht wurden. Die Gemeinden St. Martinus, St. Hedwig, St. Laurentius und St. Franziskus feiern die Heilige Messe im vierzehntägigen Wechsel – so werden immer Messen und Gottesdienste samstags abends oder sonntags vormittags angeboten.

Das bedeutet: Wenn in Ihrer Heimatkirche an einem Wochenende kein Gottesdienst stattfindet, laden wir Sie herzlich ein, eine der anderen Gemeinden zu besuchen. So entsteht eine größere, lebendigere Gemeinschaft – und Sie lernen vielleicht Menschen kennen, die denselben Glauben teilen wie Sie.

Wortgottesdienste als Bereicherung

Etwa jeder vierte Gottesdienst wird als Wortgottesdienst gefeiert. Diese Form der Liturgie ist auch eine Antwort auf die veränderte personelle Situation – und zugleich eine wertvolle Gelegenheit, das Wort Gottes gemeinsam zu hören, zu teilen und zu vertiefen. Sie lädt alle Gläubigen ein, aktiv mitzuwirken und Verantwortung zu übernehmen.

Hochfeste und Werktagsmessen – auch für Berufstätige erreichbar

Hochfeste, die auf einen Werktag fallen, werden künftig bevorzugt am Abend (18 Uhr) gefeiert. Denn wir wissen, dass viele von Ihnen tagsüber arbeiten und bisher nicht die Möglichkeit hatten, an diesen besonderen Feiern teilzunehmen. Das möchten wir ändern – denn diese Feste gehören zu allen. Aus diesem Grunde sollen zukünftig auch die Werktagsmessen abends stattfinden.

Eine Chance für unsere Gemeinschaft

Diese Veränderungen sind kein Abschied von etwas Vertrautem – sie sind eine Einladung zu mehr Gemeinschaft. Statt weniger Menschen an vielen Orten zusammenzubringen, möchten wir mehr Menschen an einem Ort erleben lassen, was Kirche bedeutet: Gemeinschaft, Feier und gegenseitige Stärkung im Glauben.

Lektoren, Messdiener und alle Ehrenamtlichen werden stärker vernetzt und vielfältiger eingesetzt – das bereichert nicht nur die Gottesdienste, sondern auch das persönliche Engagement jedes Einzelnen.

Zu besonderen Anlässen wie Jubiläen oder der Kirmes wird es selbstverständlich weiterhin zusätzliche Gottesdienste in den jeweiligen Gemeinden geben. Das neue Konzept ist außerdem als lebendiger Versuch gedacht: Wir werden die Erfahrungen aufmerksam beobachten und gemeinsam weiterentwickeln und nach einem Jahr überdenken.

Wir freuen uns auf diesen gemeinsamen Weg und sind dankbar für Ihr Vertrauen und Ihre Offenheit.

Ihr Pfarrgemeinderat der Pfarrei St. Aposteln